Wien - Die Ausgaben des Bundes für den Bereich "Wissenschaft und Forschung" (also v.a. Unis, Fachhochschulen, Forschungsförderung, etc.) werden heuer um 8,4 Prozent steigen: 2008 betrugen die Ausgaben des Bundes - bereinigt um die nach neuem Haushaltsrecht nicht mehr eingerechneten Ausgaben für die Ämter der Universitäten - 3,53 Milliarden Euro, im laufenden Jahr sind laut Budgetvoranschlag 3,825 Milliarden Euro vorgesehen und 2010 sollen es 4,185 Milliarden Euro (plus 9,4 Prozent gegenüber 2009) sein. In den vergangenen fünf Jahren ist das Budget für Wissenschaft und Forschung um etwa eine Milliarde Euro gestiegen (2004: 2,79 Milliarden).

Von den für heuer vorgesehenen rund 3,8 Milliarden Euro sind rund 68 Prozent für "Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen" (2,613 Milliarden Euro) vorgesehen, mit 6,8 Prozent sind "Innovationsförderung und Forschungsförderungs GmbH" der zweitgrößte Posten (260 Millionen Euro), gefolgt von Aufwendungen für "Hochschulische Einrichtungen" mit 6,5 Prozent (254 Millionen Euro).

Betrachtet man die Ausgaben für Forschung und Forschungsförderung alleine, wendet der Bund heuer rund 2,2 Milliarden Euro auf, im kommenden Jahr sollen es etwa 2,4 Milliarden Euro sein. Dabei entfällt der größte Brocken auf das Wissenschaftsministerium: Ihm sollen heuer 1,554 Milliarden Euro und damit rund 70,6 Prozent der Bundesmittel für Forschung zur Verfügung gestellt werden, für das Infrastrukturministerium sind Mittel in Höhe von 375,24 Millionen Euro (17 Prozent) geplant, für das Wirtschaftsministerium sind es heuer 83,62 Millionen Euro (3,8) und auf das Umweltministerium entfallen 74,84 Millionen Euro (3,4). Der Rest verteilt sich auf andere Ressorts. (APA)