Der Urahn der Robben lebte vor 20 bis 24 Millionen Jahren.

Illu: S. Thompson

London - "Missing links" gibt es nicht nur bei der Erforschung des Frühmenschen. Auch bei den Robben - zu denen Seeelefanten ebenso zählen wie Seehunde und Seelöwen - suchen die Wissenschafter nach solchen Zwischenstufen der Entwicklung.

Nordamerikanische Wissenschafter haben kürzlich in Kanada Überreste eines solchen Tiers entdeckt und es zu Ehren von Charles Darwin Puijila darwini getauft, wie sie im Fachblatt "Nature" (Bd. 458, S. 1021) berichten.

Der Urahn der Robbe hatte noch keine Flossen, sondern war ähnlich gebaut wie Fischotter heute: "Dieses Tier stellte sich sowohl beim Schwimmen wie auch beim Gehen an Land geschickt an", so Mary Dawson, eine der Forscherinnen. Puijila sei "der evolutionäre Beweis, nach dem wir so lange gesucht haben" - dass sich nämlich Robben in der Arktis aus Landsäugern entwickelt haben. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 23. 4. 2009)