Melk - Anlässlich des internationalen UNESCO-Jahres der Astronomie öffnet das Kloster der Benediktiner in Melk die Tore zur Handschriftenkammer. Die Ausstellung "Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes" zeigt - bis 1. November - teilweise noch nie öffentlich präsentierte Meisterwerke mittelalterlicher Buchkunst, aber auch aktuelle Perspektiven werden eingebracht. Eine Veranstaltungsreihe ergänzt die Schau.

1.000 Jahre Wissen

BesucherInnen erwarten zwei Ausstellungsmodule. Eine "Zeitreise durch 1.000 Jahre Wissen um die Sterne" setzt geschichtliche Schwerpunkte, beginnend mit einer der ältesten astronomisch-kalendarischen Handschriften Österreichs aus dem frühen neunten Jahrhundert über die Zeit der jungen Alma Mater Rudolphina (der heutigen Universität Wien) und das bedeutsame Jahr 1609 (Kepler'sche Gesetze, Galilei'sches Fernrohr) bis ins 18. Jahrhundert.

Astronomie im 21. Jahrhundert

Als modernes Gegenstück zu den historischen Handschriften stellt die Sonderschau "Österreichs Astronomie im 21. Jahrhundert" zwei große Forschungsvorhaben mit direktem Bezug zur Gegenwart vor, darunter das originalgetreue Modell des ersten österreichischen Satelliten, der noch dieses Jahr in seine Umlaufbahn gebracht werden soll.

Als Ausstellungskuratoren fungieren Paul Beck (Institut für Astronomie, Universität Wien) und Georg Zotti (Interdisziplinäre Forschungsplattform für Archäologie, Universität Wien).

Veranstaltungsreihe

In einer Reihe von multimedialen Vorträgen werden ausgewählte Aspekte der in der Bibliothek ausgestellten Handschriften und Drucke himmelskundlich Interessierten näher gebracht. (APA)