Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/TOURISMUSVERBAND RUST

Rust - Auf ein gutes Storchenjahr hofft man heuer nicht nur - wie berichtet - im niederösterreichischen WWF-Reservat Marchauen sondern auch im burgenländischen Rust: In der Freistadt am Neusiedler haben bereits 15 Brutpaare ihre Nester über den Dächern bezogen, so Erich Malzl vom Storchenverein. Sie dürften bis Ende Mai für einigen Nachwuchs sorgen. Auch ein "Single" hat sich in Rust niedergelassen.

Storchennester

Derzeit gibt es in Rust 23 Storchennester. "Wir könnten noch ein paar aufnehmen", meinte Malzl: "Das wäre uns sehr recht, wenn wir alle besetzt hätten." Im Vorjahr sei es gelungen, alle Ruster Jungstörche - über 30 an der Zahl - durchzubringen.

Die Anreise ist in Etappen verlaufen: Der erste Storch sei am 17. März aus dem Süden eingeflogen. Danach ging es "ein bisschen zäh": Lediglich sieben bis acht Paare bezogen vorerst Quartier. Zu Ostern war dann offenbar die Wetterlage günstig, "dann waren sie da", meinte Malzl.

Nesterreinigung

Die traditionelle Nesterreinigung hat der Storchenverein diesmal am 2. März durchgeführt. Neben den 23 Horsten in Rust wurden auch sechs in Mörbisch, wo sich mittlerweile drei Paare niedergelassen haben sowie einer in St. Margarethen herausgeputzt. Die Störche haben sich mittlerweile ihre Nester ausgewählt. Die Brutzeit dauere etwa 30 bis 33 Tage, so Malzl. Das Heranwachsen der Jungtiere verfolgen die Mitglieder des Storchenvereins vom Turm der katholischen Pfarrkirche aus, von wo ein guter Ausblick gegeben ist.

Dass sich in Rust die Störche gern niederlassen, führt Malzl auch auf die Bauweise zurück: "Die alten Bürgerhäuser mit ihren festen Kaminen - das kommt ihnen schon entgegen. Es muss ihnen da besonders gut gefallen."

Wiesen

Elf Hektar von der Gemeinde gepachtete Wiesen, die beweidet werden, dienen den gefiederten Gästen als Nahrungsflächen. Außerdem sind sie für die Jungstörche quasi die "Übungswiese" vor dem Abflug in den Süden. (APA)