Wien - Gemeinsam mit der ebenfalls zur Bank Austria gehörenden Vermögensverwaltungs-Tochter Asset Management GmbH (AMG) soll die BankPrivat in der zweiten Jahreshälfte Teil einer internen Abteilung namens "Bank Austria Wealth Management" werden, schreibt das Magazin "Format".

Evaluierung

"Es läuft eine Evaluierung im Bereich Private Banking mit dem Ziel, uns noch kundennäher aufzustellen. Es gibt aber noch keinen Beschluss, da das Ergebnis der Untersuchung voraussichtlich erst Anfang Mai vorliegen wird", wird Bank-Sprecher Martin Halama zitiert. In der gesamten UniCredit-Gruppe werde das Ziel verfolgt, einfachere Strukturen zu schaffen und die Kundenbetreuung ganzheitlicher zu machen, hieß es.

Nicht betroffen von dem Umbau soll hingegen das dritte Standbein der Bank-Austria-Vermögensverwaltung sein, die Schoellerbank. Deren Existenz stand dem Magazin zufolge zwar auch am Prüfstand. Die Marke sei aber so gut aufgestellt, dass die Italiener von einer Eingliederung in die Mutter bisher absahen.

Zu den Ende 2008 von der UniCredit-Gruppe angekündigten Einsparungen gebe es noch keine Zahlen für Österreich, hieß es heute aus der Bank Austria zur APA. Im UniCredit-Konzern sollen wie berichtet 700 Arbeitsplätze in der Market- und Investmentbankdivision gestrichen werden, die Division Investmentbanking soll ihre Eigenständigkeit verlieren, womit es künftig nur noch drei Bereiche (Retail, Private Banking und Corporate & Investmentbanking) geben soll. 400 der 700 Investmentbank-Jobs fallen bei der Münchner UniCredit-Tochter HVB weg.

Investmentbanking

In Österreich ist der Bereich Investmentbanking (CAIB) ohnehin in Auflösung begriffen, vermerkt "Format". Der Eigenhandel mit rund 50 Leuten solle ganz aufgegeben werden. Es sollen 30 Prozent der insgesamt 300 Leute abgebaut werden, so das Magazin unter Berufung auf Insider. Die Bank Austria wollte das heute nicht kommentieren. Wegen des überraschend schlechten Ergebnisses der Investmentsparte verzögert sich "Format" zufolge gerade der schon länger eingeleitete UniCredit-konzerninterne Verkauf der CAIB an die HVB. Über den Kaufpreis will man dennoch noch heuer einig sein.

Wie es mit der UniCredit-Fondstochter Pioneer, die mit dem "Primeo"-Fonds in den Madoff-Strudel geraten ist, weitergehen soll, ist laut "Format" ebenfalls unsicher. UniCredit-Chef Alessandro Profumo habe angekündigt, einen Teilverkauf des Hauses zu erwägen. In Österreich wären davon 140 Beschäftigte betroffen. Am Freitag hieß es aus dem Konzern: "Einen Verkaufsprozess gibt es nicht. (APA)