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Foto: AP/Daniel Maurer

New York - Mit zunehmendem Alter schwindet bei vielen Menschen die Merkfähigkeit. Wie sehr aber allein schon der Glaube an die Zwangsläufigkeit dieser Entwicklung das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt, zeigt eine US-Studie, die im Journal "Experimental Aging Research" (online vorab) veröffentlicht wurde. Darin schnitten jene Senioren in Gedächtnistests schlechter ab, die vorher mit dieser Aussage konfrontiert wurden. Auch wenn den älteren Teilnehmern das Gefühl vermittelt wurde, aufgrund ihres Alters ausgegrenzt zu werden, litt ihr Erinnerungsvermögen.

In einer Reihe von Studien prüfte der Psychologe Thomas Hess von der North Carolina State University, wie das Selbstbild von Senioren ihr geistiges Leistungsvermögen beeinflusst. Allein schon wenn die Teilnehmer vor den Tests daran erinnert wurden, dass alte Menschen bei dieser Prüfung schlecht abschneiden, erzielten sie tatsächlich schwächere Ergebnisse. Ähnlich war der Effekt, wenn sich die Senioren wegen ihres Alters stigmatisiert fühlten.

Umkehrschluss

"Manche ältere Menschen machen täglich solche Erfahrungen", sagt Hess. "So kann die Sorge darüber, was Arbeitskollegen von ihnen denken könnten, die Leistung negativ beeinflussen. Das Gute daran ist umgekehrt, dass jene, die sich nicht stigmatisiert fühlen oder die dazu veranlasst werden, das Alter positiv zu sehen, ein deutlich besseres Erinnerungsvermögen erreichen." (APA/AP)