Mailand - Inter Mailand hat das angestrebte Double in Italien verpasst. Trotz eines 1:0-Erfolgs gegen Sampdoria Genua verabschiedete sich der Serie-A-Spitzenreiter aus dem Rennen um den italienischen Fußball-Cup, das 0:3 aus dem Hinspiel war nicht mehr aufzuholen. Als schlechter Verlierer erwies sich im Anschluss an die Partie wieder einmal Inter-Trainer Jose Mourinho.

Die Sampdoria sei "mit Anti-Fußball, Unfairness, Zeitschinderei und dank des Schiedsrichters" ins Finale eingezogen, schimpfte der Portugiese. Bereits am Sonntag könnte Inter aber in der Meisterschaft in Neapel einen weiteren Schritt in Richtung des vierten "Scudetto" in Folge machen. Napoli will den Mailändern, die zehn Zähler vor den Verfolgern AC Milan und Juventus liegen, im Duell der Traditionsteams aber unbedingt ein Bein stellen.

Eine Niederlage bei Schlusslicht Reggina könnte hingegen Juve-Trainer Claudio Ranieri wohl endgültig ins Kreuzfeuer seiner Kritiker stellen. Die "Alte Dame" aus Turin, bei der Alexander Manninger auf der Bank Platz nehmen wird, wartet seit fünf Liga-Spielen auf einen Erfolg, im Cup setzte es zuletzt das Aus gegen Lazio. Geschäftsführer Jean Claude Blanc stärkte Ranieri aber den Rücken, der 57-Jährige werde auch in der kommenden Saison "definitiv als Trainer arbeiten".

Ein weiteres richtungsweisendes Spiel im Kampf gegen den Abstieg wartet auf Jürgen Säumel und seinen FC Torino. Der auf Platz 17 rangierende Aufsteiger empfängt in Turin den 15. Siena. Im Gegensatz zu György Garics, der mit dem Elften Atalanta Bergamo bei Cup-Finalist Lazio Rom gastiert, darf sich Säumel aber voraussichtlich keine Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen. (APA)