Wien - Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid wird zur Feier seines 110-jährigen Bestehens von besonderen Gästen beehrt. Die Hütteldorfer zelebrieren ihren Geburtstag am 11. Juli (Beginn voraussichtlich 20.30 Uhr) im Hanappi-Stadion gegen den FC Schalke 04, am 19. Juli (Beginn voraussichtlich 19.00 Uhr) kommt es zu einem freundschaftlichen Kräftemessen mit dem englischen Rekordchampion Liverpool.

Schalke wurde von Rapid in Anbetracht des legendären 4:3 nach 0:3-Rückstand am 22. Juni 1941 kontaktiert. Durch den damaligen Triumph vor 95.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion kürten sich die Wiener zum deutschen Meister. Der einzige noch lebende Spieler aus der damaligen Rapid-Mannschaft, der 89-jährige Leopold Gernhardt, wird den Ehrenanstoß vornehmen, Karten sind in Anlehnung an das Gründungsjahr zum Einheitspreis von 18,99 Euro zu haben.

Die Ticketpreise für das Liverpool-Match stehen noch nicht fest, fix ist nur, dass es Kombi-Billetts für beide Partien geben wird. Die "Reds" hatten den Rapid-Wunsch nach einem Jubiläumsspiel ursprünglich schon vor Wochen abgelehnt, sagten aber zuletzt überraschend doch zu. Liverpool reist laut dem mit Rapid geschlossenen Vertrag mit sämtlichen Stars wie Steven Gerrard oder Fernando Torres direkt von einem Trainingslager in der Schweiz nach Wien und von der Bundeshauptstadt weiter zu einem Testspiel in Bangkok.

Am Wochenende des Liverpool-Spiels startet die Bundesliga in die neue Saison, Rapid erhielt jedoch eine Ausnahmegenehmigung, die erste Runde zu einem späteren Zeitpunkt nachtragen zu dürfen. Am Donnerstag davor starten der Zweite und Dritte der abgelaufenen Meisterschaft, unter denen sich wohl die Hütteldorfer befinden werden, in die Qualifikation für den UEFA-Cup-Nachfolgebewerb Europa League.

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger freute sich darüber, dem Anhang zwei Leckerbissen servieren zu können. "Wir spielen im Jubiläumsjahr primär Fußball, aber wir wollen auch einen Beitrag zum Zusammengehörigkeitsgefühl der Rapid-Familie leisten", erklärte der frühere Finanzminister, der zu den Kosten für die prominenten Gäste keine Angaben machte. (APA)