Mailand - Der italienische Autokonzern Fiat hat nach eigenen Angaben kein Angebot für einen Einstieg bei dem deutschen Hersteller Opel vorgelegt. Nach Aufforderung der italienischen Börsenaufsicht Consob veröffentlichte das Unternehmen am Freitag eine Erklärung, in der es hieß: "Fiat wünscht klarzustellen, dass mit Ausnahme dessen, was bereits in Bezug auf die strategische Allianz mit Chrysler angekündigt wurde, kein Angebot gemacht wurde, einen Anteil an Opel zu erwerben."

In der derzeitigen Wettbewerbssituation suche Fiat wie andere Konzerne auch nach Gelegenheiten für "Abkommen verschiedener Art", die operative Synergieeffekte und Zugang zu neuen Märkten bieten würden, hieß es in der Erklärung weiter.

Deutsche Opel-Händler lehnen Kooperation mit Fiat ab

Zuvor brachten Deutschlands Opel-Händler einer möglichen Übernahme des Rüsselsheimer Autobauers durch die Italiener viel Misstrauen entgegen. Wir fragen uns, was Fiat zu dem Einstieg bewegen könnte. Die Modellpaletten decken sich stark. Wir sehen derzeit nichts, was in die richtige Richtung zeigt", sagte der Sprecher des Verbands Deutscher Opel-Händler (VDOH), Thomas Bieling. Die Händler hofften auf einen Investor, der Opel langfristig zu einem wirtschaftlich stabilen Unternehmen mache. Diese Absicht sei bei Fiat nicht erkennbar.

Außerdem sei Fiat weit von der guten Kommunikation mit den Händlern entfernt, die bei Opel üblich sei, sagte Bieling: "Dort ist die Klage das Mittel der Händler, zu ihrem Recht zu kommen." (APA/dpa)