New York - Vier auf einen Streich: Die Zahl der in diesem Jahr geschlossenen US-Banken ist an einem Tag auf 29 gestiegen. Wieder traf es am Freitag (Ortszeit) eher kleinere Regionalinstitute. Im gesamten vergangenen Jahr waren 25 US-Banken geschlossen worden - allein 14 davon nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers.

Am Freitag machte die Einlagensicherungsbehörde FDIC als erste die American Southern Bank im Bundesstaat Georgia dicht, die mit einer Bilanzsumme von zuletzt 112 Millionen Dollar sehr klein war.

Schwerer wiegt die Schließung der First Bank of Beverly Hills in Kalifornien mit einer Milliarde Dollar Kundeneinlagen und einer Bilanzsumme von 1,5 Milliarden Dollar. Es ist bereits die vierte Bank, die in dem finanzklammen Bundesstaat in diesem Jahr aufgeben muss.

Außerdem traf es am Freitag die First Bank of Idaho mit einer Bilanzsumme von fast 490 Millionen Dollar sowie die Michigan Heritage Bank, die eine Bilanzsumme von knapp 185 Millionen Dollar aufwies.

Größte Pleite einer Geschäftsbank in der US-Geschichte war im vergangenen Jahr der Fall der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual. Sie hatte eine Bilanzsumme von mehr als 300 Milliarden Dollar. Im Jahr 2007 hatte es lediglich drei Pleiten von US-Banken gegeben, in den beiden Jahren zuvor gar keine. Der staatliche Einlagensicherungsfonds FDIC rechnet angesichts der Wirtschaftskrise mit weiteren Zusammenbrüchen unter den noch rund 8300 US-Banken. Die Schließungen erfolgen meist zum Wochenende, damit bis Montag genug Zeit zur Wiedereröffnung unter einem neuen Besitzer bleibt. (APA/dpa)