Canakkale - Tausende Menschen haben sich am Samstag in der Türkei an den Schlachtfeldern von Gallipoli versammelt, wo vor 94 Jahren eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs begann, die sogenannte Dardanellenschlacht, die bis 1916 dauerte. Britische und französische Truppen landeten damals auf der Halbinsel Gallipoli, um zugunsten des russischen Verbündeten die Dardanellen-Sperre zu durchbrechen. Türkische und deutsche Einheiten schlugen den überaus verlustreichen Angriff schließlich zurück.

Der neuseeländische Generalgouverneur Anand Satyanand als Vertreter der britischen Königin Elizabeth II., der australische Außenminister Stephen Smith und Repräsentanten der türkischen Regierung gedachten in einer Zeremonie am frühen Morgen der damals getöteten Soldaten. Auf Seite der Entente-Mächte starben 55.000 Mann, die Verluste auf türkischer Seite werden auf 250.000 geschätzt. Unter den Soldaten des Britischen Empire waren besonders viele aus Neuseeland und Australien. Mustafa Kemal, der spätere Republik-Gründer Atatürk, bewährte sich als Truppenführer in der Schlacht von Gallipoli, die in London den Sturz von Winston Churchill als Marineminister zur Folge hatte. (APA/AP)