Washington - Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hat die beiden Parteien im Kongress aufgerufen, ihre Differenzen beizulegen und gemeinsam ein Gesetz für den Klimaschutz auf den Weg zu bringen. Die Begrenzung der Emissionen von Treibhausgasen liege im nationalen Interesse, sagte Gore, der für sein Eintreten für den Klimaschutz den Friedensnobelpreis erhalten hat.

Der republikanische Abgeordnete Newt Gingrich bezeichnete die Gesetzesinitiative der Demokraten dagegen als eine "Bestrafung des amerikanischen Volks". Wenn das Gesetz verabschiedet werden sollte, müsse der einfache Amerikaner eine höhere Stromrechnung zahlen und um seinen Arbeitsplatz fürchten, sagte Gingrich am Freitag.

Der Vorschlag der Demokraten sieht eine Eindämmung der Emissionen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen vor - bis 2020 soll dieser Ausstoß um 20 Prozent unter den 2005 erreichten Werten liegen, bis zur Mitte des Jahrhunderts ist eine Reduzierung um 83 Prozent geplant. Die Stromerzeuger sollen verpflichtet werden, ein Viertel ihrer Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Nach dem Willen von Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi soll das Gesetz bis Ende des Jahres verabschiedet werden. (APA/AP)