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Jenson Button nimmt den Häfen unter den Arm. Der Brite poliert seine Erfolgsstatistik weiter fleißig auf.

Foto: Vladimir Rys/Bongarts/Getty Images

Sakhir/Bahrain - Jenson Button hat den Formel-1-Grand-Prix von Bahrain gewonnen. Der BrawnGP-Pilot setzte sich klar vor Sebastian Vettel im Red Bull sowie dem Trainingsschenllsten Jarno Trulli im Toyota durch. Mit seinem dritten Sieg im vierten Saisonlauf baute Button seine WM-Führung weiter aus. Sein Vorsprung auf seinen zweitplatzierten Teamkollegen Rubens Barrichello beträgt zwölf Punkte.

Button verdoppelte mit dem Triumph in einem alles andere denn spannenden vierten WM-Lauf seine Führung in der Fahrerwertung auf seinen weiterhin zweitplatzierten Teamkollegen Rubens Barrichello auf zwölf Punkte. Der Brasilianer landete unmittelbar hinter Weltmeister Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) auf Rang fünf. Vettel, der zuletzt das Regen-Rennen von China in Shanghai dominiert hatte, hat als WM-Dritter 13 Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter.

"Es war kein leichtes Rennen für uns, hat aber trotzdem Spaß gemacht", meinte der überglückliche Brite nach dem vierten GP-Sieg seiner Karriere. Der Brite, der bereits eingangs der zweiten Runde den nach dem Start drittplatzierten Hamilton überholt und nach der ersten Boxen-Stopp-Phase die Spitzenposition übernommen hatte, spulte wie ein Uhrwerk sein Pensum ab. Diese fehlerlose Leistung gepaart mit der besten Rennstrategie brachte den nächsten souveränen Erfolg für das BrawnGP-Team, das auch die Konstrukteurswertung mit 50 Punkten überlegen vor Red Bull (27,5) anführt.

Pneu-Fauxpas bei Toyota

Lediglich in der Anfangsphase führten die aufgrund geringerer Spritmengen leichten Toyotas von Timo Glock und Trulli, die jedoch auf eine falsche Reifenstrategie setzten und bereits nach dem ersten Stopp die langsameren harten Reifen montierten. Die anderen Teams zogen diese Variante bei 35 Grad Luft- und 48 Grad Asphalttemperatur erst im Finish auf. Während es für Trulli aber wenigstens noch fürs Podium reichte, musste sich Glock am Ende schwer enttäuscht nur mit Rang sieben begnügen.

Vettel sorgte zwar dafür, dass Red Bull erstmals in zwei aufeinanderfolgenden WM-Läufen auf dem Podest landete, war aber trotzdem sichtlich unzufrieden. "Leider bin ich nach dem Start nur als Fünfter in die erste Runde gegangen. Dadurch bin ich hinter Lewis festgehangen. Das hat wertvolle Zeit gekostet. Aber wenigstens haben wir es am Ende noch geschafft, nach dem letzten Stopp vor Trulli auf die Strecke rauszukommen und noch Zweiter zu werden", lautete das Resümee des 21-Jährigen.

Frustiger Nachmittag für Massa

Von solchen Ergebnissen kann Konstrukteurs-Weltmeister Ferrari derzeit nur träumen. Die Scuderia aus Maranello fuhr im vierten Rennen aber wenigstens die ersten Saison-Punkte durch den sechsten Platz von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen ein. Im Gegensatz zum Finnen setzte es für seinen Teamkollegen Felipe Massa die Höchststrafe: Der Brasilianer, der in den beiden vergangenen Jahren in Sakhir gewonnen hatte, wurde im Finish von Button sogar überrundet und kam nicht über Rang 14 hinaus.

Noch schlechter erging es BMW-Sauber: Der Pole Robert Kubica landete unmittelbar vor seinem deutschen Teamkollegen Nick Heidfeld nur an 18. Stelle. Dabei hatten die Bayern noch vor Saisonstart getönt, dass sie heuer auf den WM-Titel losgehen wollen. Diesmal waren sie sogar gegen die Force-India-Piloten chancenlos. (APA/red)