Wellington/London - Nach der Rückkehr aus Mexiko sind in Neuseeland zehn Schüler unter Verdacht auf Schweinegrippe in Quarantäne. Die jungen Leute waren am Samstag von einer dreiwöchigen Studienreise zurückgekehrt und hatten über grippeähnliche Symptome geklagt. Ein erster Grippeschnelltest fiel positiv aus. Die Behörden betonten am Sonntag jedoch, dass bisher lediglich eine Infektion mit einem Influenza-A-Virus nachgewiesen sei. Es sei daher noch unklar, ob die jungen Leute zwischen 15 und 18 Jahren tatsächlich an dem mutierten Schweinegrippevirus erkrankt seien.

"Die Behörden haben mir gesagt, es gibt noch keinen Beweis, aber sie halten das für wahrscheinlich", sagte Neuseelands Gesundheitsminister Tony Ryall.

Detailliertere Testergebnisse seien erst in einigen Tagen zu erwarten. Das Material werde in einem Labor der Weltgesundheitsorganisation WHO in Melbourne untersucht. Die zehn Schüler waren am Sonntag isoliert zu Hause. Keiner sei ernstlich krank, sagte der Gesundheitsminister. Insgesamt waren drei Lehrer und 22 Schüler des Rangitoto Colleges in Auckland in Mexiko. 13 Schüler klagten nach der Rückkehr über Grippebeschwerden. Der Gesundheitsminister rief Passagiere, die im selben Flugzeug wie die Schüler saßen, auf, bei Unwohlsein einen Arzt aufzusuchen.

Entwarnung in London

Ein aus Mexiko kommender Flugbegleiter der Fluggesellschaft British Airways ist am Samstag mit grippeähnlichen Symptomen in ein Krankenhaus in London gekommen. Als Vorsichtmaßnahme sei der Mann, dessen Identität nicht preisgegeben wurde, auf Atemwegs- und andere Erkrankungen getestet worden - am Sonntag gab das Krankenhaus dann bekannt, dass er nicht an dem in Mexiko grassierenden Virustyp erkrankt sei. (APA/red)