Wien - Den am Wochenende wuchernden Gerüchten, wonach es zwischen den SPÖ-Bundesgeschäftsführern Laura Rudas und Günther Kräuter einen gröberen Konflikt gebe, erteilen beide Betroffenen eine Absage. "Es ist kein Versöhnungsgespräch notwendig, weil es auch keinen Streit gibt", sagte Kräuter am Rande der Präsentation für den EU-Wahlkampf, für den der Steirer verantwortlich zeichnet.

"Ich bestätige das", sagte Rudas, die der Veranstaltung beiwohnte. Angeblich war es zwischen den beiden zu einem Konflikt wegen der Organisation des EU-Wahlkampfes gekommen. Außerdem standen Sexismus-Vorwürfe gegen Kräuter im Raum, weil er "Mädels" zu jungen Mitarbeiterinnen sage. "Der Sexismus-Vorwurf stimmt nicht. Mir gegenüber ist er nie sexistisch gewesen", stellte Rudas sich hinter ihren Kollegen. Auch anderen SPÖ-Mitarbeiterinnen gegenüber habe es solche Vorfälle nicht gegeben. "Wenn das einer macht, dann bei mir sicher auch nur einmal", fügte Rudas hinzu.

Kräuter selbst glaubt, dass "Gerüchte vom politischen Gegner gestreut" wurden. Das Wort "Mädel" käme ihm nämlich nicht über die Lippen. Er räumte aber ein, dass unterschiedliche Arbeitsmethoden aufeinander träfen, wenn "eine junge Frau und ein Mann in mittlereren Jahren" beruflich zusammenarbeiten. (kap, derStandard.at, 27.4.2009)