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Wien - Mit einer Blockade der Wiener Ringstraße wollen Österreichs Frächter am Montag, 25. Mai, auf ihre missliche Lage hinweisen. Die Branche sei von der Krise voll erfasst worden, sagte Fachverbandsobmann Wolfgang Herzer am Montag: "Wenn die Politik uns wieder nur vertröstet, müssen wir andere Maßnahmen diskutieren - bis hin zur Blockade von Tanklagern."

Wegen Auftragsmangels stünden derzeit etwa 3000 der rund 56.000 Lkws still. Das Frachtgeschäft sei um 20 bis 60 Prozent eingebrochen. Die Arbeitslosenzahlen seien bereits in die Höhe geschnellt.

Auch in den Insolvenzen spiegle sich die Krise; in der Statistik werde das wahre Ausmaß erst zeitverzögert ablesbar sein. Die Branche fordert u. a. die Absenkung der Kfz-Steuer auf das EU-Mindestmaß (700 statt derzeit 1500 Euro pro Jahr und Lkw). (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.4.2009)