Wien - Die Schweinegrippe ist laut Experten durch den Genuss von durchgegartem Schweinefleisch nicht übertragbar. Dennoch könnten die Berichte über den neuen Virus Folgen für die Produzenten haben. "Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Diskussion auf den Konsum auswirken wird", sagte der Geschäftsführer des Fachverbandes der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Michael Blass, am Montag. Die Schweinezüchter rechnen hingegen nicht mit einem Konsumrückgang.

Bei den Konsumenten gebe es "sicherlich eine hohe Sensibilität", sagte Blass. Da das Vertrauen der Verbraucher aber gefestigt sei, rechnet der Branchenkenner mit einer "günstigen Entwicklung".

Bisher ist in Österreich kein Schweinegrippe-Fall aufgetreten. Sollte es dennoch zu Infektionen kommen, sei dies auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch zurückzuführen, so Fachleute. Die Gefahr, dass sich hierzulande ein Mensch bei einem Schwein mit Grippe ansteckt, liege bei Null, sagte eine Expertin der Landwirtschaftskammer. Einerseits gebe es in Österreich viel bessere Hygienestandards als in Mexiko und andererseits werden die Schweinebetriebe laufend untersucht und die Tiere gegen Grippe geimpft.

Hierzulande gibt es rund 45.000 Schweinebetriebe mit einem Bestand von rund 3,13 Mio. Stück. Der Produktionswert liegt bei 696 Mio. Euro, was rund 25 Prozent der tierischen Produktion ausmacht. (APA)