Stadtführungen beginnen in Linz üblicherweise am barocken Hauptplatz, führen von dort in die Altstadt und auf die Landstraße. Weniger ausgetretenen Pfaden widmen sich ab heute die Kulturlotsinnen, die durch einen Stadtteil mit hohem Migrantenanteil führen. In Linz Mitte sind nicht touristische Sehenswürdigkeiten das Thema, sondern die Lebenswelten der Bevölkerung.

Und die ist hier, zwischen Andreas-Hofer- und Bulgariplatz, eine bunt durchmischte. Das Spektrum reicht von der Türkei und den Balkanländern über Indien und Fernost bis Afrika. Zwölf Frauen mit migrantischem Hintergrund laden nun zu Führungen durch den Stadtteil, der auf sechs verschiedenen Routen erlebbar ist. Begegnungen mit Bewohnern erlauben dabei Innenperspektiven auf deren Alltag.

Morgen Abend wird eröffnet, mit einem Podiumsgespräch und der Vorstellung der Lotsinnen und ihrer Routen. Tags darauf starten die Rundgänge, die bis Ende Mai stattfinden. (wo, DER STANDARD/Printausgabe, 28.04.2009)