Action Beat beim Festprogramm im Fluc.

Foto: Southern

Begonnen hat das Fluc als kleines Kabuff am alten, abgefuckten Nordbahnhof. Dort hat man sich auf selbst zusammen gezurrten Bierkisten und Kindermöbeln die Haltung ruiniert, ist im Winter an der Scheibe festgefroren - aber es war irgendwie super, weil halt voll Subkultur. Mittlerweile ist nicht nur der Nordbahnhof schick -bis auf den elenden Vorbau, der gerade errichtet wird! Das Fluc hat sich neben dem Flex längst als zweiter scharfer Großclub in town etabliert, was dem Umzug vor ein paar Jahren geschuldet ist. Heute bewirtet man Getränke und Musik auf zwei Ebenen, im Fluc und in der darunter liegenden Wanne.

Dem Praterstern ist man treu geblieben. Sieben Jahre Existenz feiert man nun diese Woche mit einem entsprechenden Festprogramm: Vor allem die am Dienstag  bei freiem Eintritt bzw. "freiwilliger Spende" in der Wanne auftretende vielköpfige britische Lärm-Rock-Kollektiv Action Beat (20 Uhr 30) sei nachdrücklich empfohlen. Dieses tobt wie in besten Zeiten Sonic Youth durch ihre Kompositionen, die auch einmal ausufern können und dabei an eine der Keimzellen dieser Kunst erinnern, die Werke der Gitarren-Orchester von Glenn Branca.

Am Mittwoch liest Austrofred, am Donnerstag gibts Roots-Reggae mit Jahtari Riddim Force, am Freitag spielen Mopedrock und es legt DJAssault auf, am Samstag Electric Indigo und am Sonntag gibt‘s Heirstyle live und einen Flohmarkt. Ad multos annos, und: Prost Geburtstag! (flu, DER STANDARD/Printausgabe, 28.04.2009)