Lars Bergström (Teamchef Österreich): "Es war ein klarer und verdienter Sieg der USA, keine Frage. Das erste Drittel war ziemlich ausgeglichen, aber die USA hatten die besseren Chancen und sind auch in Führung gegangen. Das zweite Drittel war unser bestes Drittel, wir haben taktisch gut gespielt, auch in 1-gegen-1-Situationen. Vor dem 2:0 hatten wir eine Riesenchance und haben im Konter das Tor bekommen. Dann haben wir das 2:1 gemacht und hatten weitere Chancen. Ich hatte den Eindruck, die USA waren da ein bisschen unter Stress. Wir waren positiv eingestellt für das dritte Drittel, aber mit so einem ersten Wechsel und dem ziemlich einfachen Tor ist es ziemlich schwer. Wir haben uns selber nicht eine gute Chance gegeben im letzten Drittel. Ich will die dritte und vierte Linie loben, sie sind nicht so erfahren, haben aber kein Tor bekommen. Sie haben hinten gut zu gemacht, da bin ich sehr zufrieden. Viele Dinge in dieser Partie waren gut, aber immer noch fehlt die Konstanz über 60 Minuten. Wenn du das nicht machst, wirst du bestraft. Jetzt kommt die Schlüsselpartie."

"Einige Strafen waren hart. Wir hatten neun Strafen, der Gegner vier. Aber Michael Raffl hat sich das Schlüsselbein bei einem Check ohne Scheibe gebrochen, der klarste Stockschlag war gegen Penker. Raffl wird heute Abend operiert."

Ron Wilson (Teamchef USA): "Im ersten Drittel hätten wir früher führen können, wir hatten einige Chancen, die wir vergaben. Wir hatten Chancen, machten aber keine Tore. Nach dem zweiten Drittel habe ich meine Mannschaft gefordert, ich habe einen Killer-Instinkt gefordert. Wir wollten es nicht zulassen, dass die Österreicher die Chance haben, das Spiel zu gewinnen. Im Schlussdrittel haben wir dann unsere Arbeit erledigt. Wir haben ein schnelles Tor gemacht und waren glücklicherweise im Powerplay effektiv. Ich bin zufrieden, wie meine Mannschaft im dritten Drittel reagiert hat. In der NHL pfeifen die Schiedsrichter strikter. "

Thomas Vanek: "Ich bin enttäuscht. Wir haben 40 Minuten so gespielt wie wir wollten, haben unser System super gespielt und sie frustriert. Wir hatten sogar Chancen auf mehr Tore. Aber wir haben die Partie selbst verloren durch die vielen Strafen, und dann steht im Endeffekt ein 1:6 da. Im letzten Drittel waren wir sehr, sehr undiszipliniert."

Gerhard Unterluggauer: "Zwei Drittel haben wir gut gespielt, ein Drittel katastrophal. Das dritte Tor war ein schnelles Tor, ein blödes Tor, das hat uns von unserem Plan abgebracht. Zwei Drittel lang waren wir gut, konzentriert, hatten Chancen, da hätten wir mehr als ein Tor machen müssen. Beim Stand von 2:1 waren wir im Spiel, haben sogar auf das 2:2 gedrückt. Nach dem vierten Tor war es vom Kopf her schwer. Von den ersten zwei Dritteln können wir für das Lettland-Spiel viel mitnehmen." (APA)