Das Bild ist eine Kombination von Infrarotdaten des Satelliten Swift und Röntgenteleskopen.

Foto: NASA/Swift/Stefan Immler

Gammastrahlen-Bursts (GRB) entstehen, wenn massive Sterne kollabieren.

Foto: NASA/Swift/Cruz deWilde

Garching - Die aktuelle Entdeckung eines Objektes durch den NASA-Satelliten Swift übertrifft alle bisherigen Rekorde für frühe, weit entfernte astronomische Erscheinungen: Am vergangenen Donnerstag machte der Satellit den undeutlichen Infrarot-Nachhall einer Gammastrahlen-Explosion aus, wie die Europäische Südsternwarte (ESO) am Dienstag in Garching bei München bekanntgab.

Einige Astronomen-Teams, darunter eine Gruppe, die das Gemini-North Teleskop auf Hawaii betreut, richteten gleich nach der Verlautbarung ihre Instrumente auf die angegebene Himmelsregion im Sternbild Löwe und bestätigten den Fund. Durch Analyse der Rotverschiebung durch die Expansion des Universums ermittelten die Astronomen, dass die Gammastrahlen nach der Explosion ganze 13,1 Milliarden Jahre bis zur Erde unterwegs waren.

In der Frühzeit des Universums

Damit ereignete sich der Gamma-Burst mit der Nummer GRB 090423 nur 600 Millionen Jahre nach dem Urknall. Oder anders formuliert: Als die Explosion stattfand, lag die Entstehung der Erde 8,5 Milliarden Jahre in der Zukunft; nur wenige Ereignisse in der Geschichte des Weltalls fanden früher statt. Gammastrahlen-Bursts (GRB) treten auf, wenn massive Sterne in einer kataklysmischen Explosion in sich zusammenfallen. (red)