Viren-Epidemien wie durch Conficker hervorgerufen, sollen es in Zukunft etwas schwerer haben. Microsoft will die Autostart-Funktion unter Windows 7 nur mehr für optische Datenträger erlauben. Für USB-Sticks oder Speicherkarten soll das automatische Öffnen bei Anschluss des Datenträgers nicht mehr möglich sein, wie Golem berichtet.

Virus vom USB-Stick

Der Conficker-Wurm konnte sich nicht nur im Internet rasant auf ungeschützten Rechnern ausbreiten, sondern infizierte auch Rechner in internen Netzwerken von Krankenhäusern. Die abgeschotteten Netzwerke wurden über Datenträger wie USB-Sticks mit dem Virus infiziert.

Conficker als harmlose Datei getarnt

Unter Windows XP kann USB-Autorun nur mit einer entsprechenden Regel deaktiviert werden. Windows Vista fragt zumindest nach, ob ein Programm von einem Datenträger ausgeführt werden soll. Die Conficker-Programmierer konnten den Virus allerdings so tarnen, dass den Nutzern das Öffnen einer harmlosen Datei vorgetäuscht wurde.

Auch für XP und Vista

In Zukunft sollen Autorun-Einträge von USB-Sticks, Speicherkarten und externen Festplatten ganz ignoriert werden. Autostart soll damit nur mehr bei optischen Datenträgern funktionieren. Die neue Handhabung von Autorun-Einträgen soll mit dem Release Candidate von Windows 7 am 5. Mai eingeführt werden. Später sollen auch Vista und XP Update dafür erhalten. (red)