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Hochbetrieb im Gehäuse von Frankreichs Goalie Fabrice Lhenry. Nur der Puck blieb draußen.

Foto: AP/Di Nolfi

Bern/Kloten - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der WM in der Schweiz in die Relegation. Die Deutschen mussten sich im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in Gruppe B in Bern Außenseiter Frankreich etwas überraschend 1:2 (1:2,0:0,0:0) geschlagen geben.

Da Deutschland als WM-Gastgeber 2010 nicht absteigen kann, bleibt nur ein weiteres Team aus der Relegation in der A-Gruppe. Österreich trifft in seinem entscheidenden Gruppenspiel am Mittwoch (16.15 Uhr) in Bern auf Lettland. Lediglich ein Sieg nach der regulären Spielzeit würde das ÖEHV-Team aufgrund der Tabellensituation vor der Abstiegsrunde bewahren. Dort wäre Deutschland nach Ungarn der zweite Gegner.

Die Deutschen waren durch Anthoine Lussier früh in Rückstand geraten (4.), NHL-Star Jochen Hecht, Teamkollege von Thomas Vanek bei den Buffalo Sabres, glich aber postwendend aus (5.). Luc Tardif sicherte Frankreich mit seinem Tor zum 2:1 noch im ersten Drittel (17.) den vorzeitigen Klassenerhalt. Die favorisierten Deutschen wussten gegen die disziplinierten und im Konter stets gefährlichen Franzosen nicht das richtige Rezept.

Topfavorit und Rekordweltmeister Kanada hatte mit der Slowakei keine Mühe, sicherte sich mit einem souveränen 7:3-Sieg den Sieg in Gruppe A. Die Slowaken hatten sich mit einer wahren Flut von Strafen bereits früh ihrer Chancen beraubt, die Kanadier nutzten ihre Chancen eiskalt aus. Zwei Tore fielen gar in 5:3-Überzahl. Stürmerstar Jason Spezza von den Ottawa Senators zeichnete sich als zweifacher Torschütze aus (17./PP, 43.).

Aufsteiger Ungarn hatte zuvor gegen Weißrussland mit 1:3 (0:1,1:0,0:2)  verloren und stand  als erster Teilnehmer der Relegationsrunde fest.

Eidgenossen forderten den Weltmeister

Weltmeister Russland hatte am Dienstag erstmals zu kämpfen, geht aber nach dem dritten Sieg im dritten Spiel als Gruppensieger der Gruppe B in die Zwischenrunde. Der Titelverteidiger besiegte den starken Gastgeber Schweiz in einem mitreißenden Spiel mit 4:2 (1:2,1:0,2:0).

Ilja Kowaltschuk, NHL-Torjäger der Atlanta Thrashers, schaffte in der 30. Minute den Ausgleich. In der 49. Minute nützten Kowaltschuk und Alexej Morosow, für viele Experten der vielleicht beste Spieler außerhalb der NHL, einen schweren Abspielfehler der Eidgenossen, nach herrlichem Doppelpass vollendete Morosow zum 3:2. Die Schweizer gaben sich aber noch nicht geschlagen, drängten auf den Ausgleich und nahmen auch den Torhüter heraus, 15 Sekunden vor Schluss erlöste Pereschogin aber die Russen.  (APA/red) 

ERGEBNISSE vom Dienstag:

Gruppe A in Kloten:
Ungarn - Weißrussland 1:3 (0:1,1:0,0:2). Tore: Peterdi (26.) bzw. Kaljuschni (4./PP), Ugarow (55.), Grabowski (60./Empty net)

Kanada - Slowakei 7:3 (3:0,3:1,1:2). Tore: Roy (5./PP), Doan (7./PP2), Spezza (17./PP, 43.), White (30.), Weber (34./PP2), Stamkos (36./PP) bzw. Surovy (27.), Marcel Hossa (56./PP), Granak (59./PP)

Gruppe B in Bern:
Russland - Schweiz 4:2 (1:2,1:0,2:0). Tore: Atjuschow (3.), Kowaltschuk (30.), Morosow (49.), Pereschogin (60./empty net) bzw. Gardener (10./PP), Plüss (18./PP).

Frankreich - Deutschland 2:1 (2:1,0:0,0:0). Tore: Lussier (4.), Tardif (17.) bzw. Hecht (5./PP)