New York - Die US-Justiz lässt sich Zeit mit der Prüfung einer Übereinkunft zwischen Google und den amerikanischen Autoren- und Verlegerverbänden. Statt im Juni soll nun erst im Oktober abschließend über die Einigung geurteilt werden, die beide Seiten vergangenes Jahr im Streit um Googles Projekt zur Bücher-Digitalisierung getroffen hatten.

Die Fristverlängerung teilte das zuständige Bundesgericht am Dienstag mit. Damit haben nun auch die Autoren vier weitere Monate Zeit zu entscheiden, ob sie aus dem Deal aussteigen wollen. Ursprünglich wäre die Frist für die Autoren am 5. Mai abgelaufen.

Der Streit dreht sich um die Erfassung vergriffener, aber nach wie vor urheberrechtlich geschützter Werke, die Google online zugänglich machen will. Dagegen hatten Autoren und Verlage im Jahr 2005 geklagt. Sie sahen ihre Rechte beeinträchtigt und befürchteten einen erheblichen finanziellen Schaden.

Die im Oktober 2008 erzielte Einigung sieht unter anderem vor, dass Google die Autoren sowie Verleger an den Einnahmen durch das Projekt beteiligt und zusätzlich den Rechteinhabern je 60 Dollar für bereits eingescannte Bücher bezahlt. Der Vergleich muss noch abschließend gebilligt werden. (APA/AP)