Rom - UniCredit-Konzernchef Alessandro Profumo ist der Ansicht, dass die Gefahren für die Banken in Osteuropa jetzt geringer sind als sie in der akutesten Phase der Krise empfunden worden waren. Trotzdem dürfe man diese Risiken nicht unterschätzen, sagte Profumo nach Angaben italienischer Medien vom Donnerstag. Der UniCredit-Geschäftsführer nannte Länder wie Kasachstan und die Ukraine, in denen seine Gruppe expandiert hat.

Für die Osttöchter im UniCredit-Konzern ist die Wiener Bank Austria zuständig.

"Die Division Mittel- und Osteuropa leistet UniCredit einen großen Beitrag", sagte Profumo. Im zweiten Halbjahr 2008 sei das operative Ergebnis dieses Bereichs um 30 Prozent gewachsen, die Nettogewinne um 15 Prozent.

UniCredit verfüge über genügende Liquidität. "Unsere Reserven betragen 106 Milliarden Euro und mit den Regierungsbonds wird diese Summe noch weiter wachsen", sagte Profumo, der von den Aktionären weitere drei Jahre lang im Amt bestätigt wurde. Auch Dieter Rampl bleibt als Aufsichtsratspräsident im Amt.

Der Gouverneur der libyschen Zentralbank, Farhat O. Bengdara, zog als einer der vier Vizepräsidenten in das UniCredit-Board ein. Libyen, mit einem 4,9-prozentigen Anteil zweitstärkster UniCredit-Aktionär, hatte auf eine Spitzenposition im neuen Aufsichtsrat gedrängt. Der bisherige Vizepräsident Fabrizio Palenzona wurde im Amt bestätigt wird. Als dritter Vizepräsident kommt der Vertreter der Stiftung CariVerona, Luigi Castelletti. Zum vierten Stellvertreter rückte Giovanni Belluzzi als Vertreter der Bank Carimonte auf. (APA)