Bild nicht mehr verfügbar.

Die "Queen of Pop" war Anfang April vor Gericht in Malawi damit gescheitert, nach dem kleinen Malawier David nun auch ein Mädchen  zu adoptieren.

Foto:Michelly Rall/Getty Images

London - Popdiva Madonna (50) hat bei ihren Bemühungen, ein zweites Kind in Malawi zu adoptieren, weiter Gegenwind bekommen: In einem Brief beanspruchte nun der mutmaßliche Vater des kleinen Mädchens Mercy das Sorgerecht, wie die britische Zeitung "Daily Mail" am Donnerstag berichtete. "Sie ist meine Tochter, sie ist mein Blut", erklärte der 24 Jahre alte James Kambewa demnach. "Madonna hat Millionen von Dollar, aber das macht sie noch nicht zu einer guten Mutter. Die Liebe der Eltern ist mehr wert als Geld."

Kambewa habe Anwälten einen Brief geschrieben, womit er eine gerichtliche Verfügung erlangen wolle, dass die US-Sängerin die Vierjährige nicht zu sich holen darf. "Madonna ist keine Vorbild-Mutter. Ich habe sie in Videos gesehen und sie zeigt wenig Moral", zitierte die Zeitung Kambewa. "Wie kann eine Frau mit 50 Jahren halbnackt auf einer Bühne tanzen? Ich will nicht, dass meine Tochter so aufwächst." Die Mutter des Mädchens war kurz nach der Geburt gestorben, Mercy lebte deshalb im Waisenhaus.

Die "Queen of Pop" war Anfang April vor Gericht in Malawi damit gescheitert, nach dem kleinen Malawier David nun auch ein Mädchen aus dem verarmten afrikanischen Kleinstaat zu adoptieren. Das Gericht hatte die Adoption abgelehnt, weil Madonna als nicht im Land lebende allein erziehende Mutter die gesetzlichen Auflagen nicht erfüllt. Ihr Anwalt hat Berufung gegen das Urteil angekündigt. Nach Angaben der "Daily Mail" soll diese am Montag verhandelt werden. (APA/dpa)