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Foto: Filmmuseum

Die Überbuchung der Donnerstagvorstellung kam alles andere als unerwartet, hatte sich doch schon längerem herumgesprochen, dass quasi ein Gegenstück zu "The Wrestler" zu sehen ist: eine originelle Annäherung an den Mythos eines reichlich abgehalfterten Action-Darstellers, pendelnd zwischen Humor und Melodramatik.  Wie "The Mussels From Brussels" bei einem Heimaturlaub unvermutet zu einer Geisel in einem Postamtsüberfall wird und sich dabei von mehr Langzeitfans umgeben sieht, als ihm eigentlich lieb ist - das ist an sich schon eine originelle Prämisse; wirklich erlebenswert ist freilich, wie  Jean-Claude sich in die Rolle schmiss und Drehbuch, Kamera wie Regie souverän überstrahlt.

"JVCD" ist einer von vielen Filmen, bei denen es im Rückblick auf das erneut qualitativ handverlesene Linzer "Crossing Europe"-Filmfestival jammerschade ist, dass sie mangels Verleih kaum Aussicht auf Wiener Kinovorführungen haben werden (für DVD-Inspirationen siehe www.crossingeurope.at).  Immerhin:  Der Publikumsssieger, Alexis dos Santos' Twen-Bohème-Erzählung aus einem Somewhat-Swinging-London, "Unmade Beds", wird bei einer ray-Premiere zur Ausstrahlung zu kommen. (red)