Rom - In der lombardischen Stadt Bergamo wird derzeit gegen einen Schwimmunterricht für Musliminnen polemisiert. Für den Unterricht wird das Schwimmbad einmal in der Woche für eine Stunde ausschließlich für muslimische Frauen geöffnet, Männern ist der Zugang verwehrt. Der Schwimmunterricht wird von einer Iranerin gehalten, die sich seit 17 Jahren für die Integration von muslimischen Frauen in Italien einsetzt. "Einige Frauen waren bisher noch nie geschwommen, einige von ihnen fürchteten sogar das Wasser. Jetzt fehlen sie bei keiner Unterrichtsstunde", sagte Maida Ziaradi nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Donnerstag).

Gegen die Initiative wettert die Lega Nord: "Auf diese Weise fördert man nicht die Integration. Man muss dafür sorgen, dass sich die Musliminnen an unsere Lebensweise anpassen", sagte Daniele Belotti von der rechtspopulistischen Regierungspartei. (APA)