Wien - Am kommenden Samstag feiert Madeleine Petrovic ihr einjähriges Jubiläum als Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines. Finanziell habe sich der Verein seit ihrem Antritt gefestigt. "Es geht uns nicht rosig, aber wir sind, was die nächsten Jahre betrifft, halbwegs sicher", unterstrich Petrovic. Probleme macht das marode Tierschutzhaus, das definitiv nicht mehr zu sanieren sei. Hier müsse man einen neuen Standort finden, so Petrovic.

Kontaminierter Standort

Probleme macht der kontaminierte Standort des Tierschutzhauses am Gelände der ehemaligen Raffinerie Vösendorf. Die Mauern seien vollkommen durchnässt und verschimmelt. Eine Sanierung sei zumindest "wirtschaftlich ausschließbar" und würde das Vielfache eines Neubaus kosten.

Vösendorf will keinen Neubau genehmigen

Außerdem habe Vösendorf bereits klargestellt, dass man im Falle eines Teilabrisses keinen Neubau bewilligen werde: "Ohne Sanierung der Altlast wird dort keine Genehmigung mehr erteilt."

Bei einem Neubau setze man auf verschiedene Finanzierungsquellen wie Sponsoren und private Spender, es sei jedoch auch die Stadt gefragt: "Deshalb hoffe ich sehr, dass man sich im Rathaus einen Ruck gibt." Schließlich sichere man auch rund 85 Arbeitsplätze und arbeite äußerst kostengünstig: "Würde die Stadt so was in Eigenregie machen, würde das Haus locker fast das Doppelte kosten."

Gelände könnte verkauft werden

In jedem Falle könnte das im Besitz der Stadt Wien befindliche Gelände nach einem Abzug des Tierschutzhauses saniert und wieder verkauft werden.

Spenden für Tiere steuerlich nicht absetzbar

Die Zahl der Mitglieder bleibt mit 20.000 stabil, so Petrovic. Das Budget konnte von 4,4 auf 4,6 Mio. Euro gesteigert werden. Allerdings merkt man die Wirtschaftskrise und die Entscheidung von Finanzminister Pröll, Spenden an Tierschutzorganisationen nicht steuerlich absetzen zu können. Zumindest zu Jahresbeginn seien Spenden um ein Viertel zurückgegangen.(APA)