Wien - Der Anlagenbauer Andritz hat mit seinem Quartalsergebnis für eine positive Überraschung gesorgt. Der Umsatz legte um 5,2 Prozent auf 790 Millionen Euro zu, das operative Ergebnis gab nur um 5,5 Prozent auf 41,6 Mio. Euro nach. Das Konzernergebnis ging um 14,9 Prozent auf 25,7 Mio. Euro zurück.
Analysten hatten mit deutlich höheren Einbußen gerechnet. Beim operativen Ergebnis hatten sie im Schnitt einen Rückgang von knapp 19 Prozent erwartet, beim Konzernergebnis minus 24 Prozent. Der Andritz-Aktie verhalf der über den Prognosen liegende Ertrag zu einem Kurssprung von sechs Prozent auf 28,25 Euro. Verhagelt wurde das Quartalsergebnis von der schwächeren Nachfrage im Segment Pulp & Paper. Im Zellstoffbereich gebe es sowohl bei Neuanlagen als auch bei Modernisierungen konjunkturbedingt nur wenig Geschäft, teilte Andritz mit. Deutliche Zuwächse verzeichnete hingegen das Segment Hydro.
Der Auftragseingang ging in vier der fünf Geschäftsbereiche zurück, lag aber ebenfalls über den Erwartungen. Einzig Hydro verzeichnete einen markanten Auftragsanstieg.
Die Ergebnisprognose für 2008 behielt Andritz allerdings bei, was ebenfalls positiv vermerkt wurde. Der Anlagenbauer rechnet weiterhin mit einem Umsatzrückgang von 15 Prozent und einem geringeren Ergebnis als 2008. (kol, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 8.5.2009)