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Der bis dato letzte Ausbruch des Anak Krakatau fand im November 2007 statt.

Foto: AP/Ed Wray

Jakarta - In Indonesien wird ein größerer Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau befürchtet. An dem rund 450 Meter hohen Berg auf einer kleinen Insel zwischen Java und Sumatra seien am Dienstag 230 Erschütterungen gemessen worden, teilte die zuständige Behörde am Donnerstag mit. Sie verhängte Alarmstufe drei, womit die Umgebung des Berges zum Sperrgebiet erklärt wird.

"Einwohner, Fischer und Touristen müssen zwei Kilometer Abstand halten", sagte ein Sprecher. Vulkanisches Material sei bis zu 700 Meter vom Krater entfernt gefunden worden. Bei einem Ausbruch des Anak Krakatau war 1994 ein Tourist ums Leben gekommen.

Der Vulkan - dessen Name übersetzt "Kind von Krakatoa" heißt - war bei der Eruption des Vulkans Krakatoa 1883, dem verheerendsten jemals registrierten Ausbruch - entstanden. Die Explosion war damals noch in 3000 Kilometer Entfernung in Perth an der australischen Westküste zu hören. Der Ausbruch, der den Berg und seine Insel weitgehend zerstörte, löste einen Tsunami mit meterhoher Flutwelle aus, der mindestens 36.000 Menschen das Leben kostete. (APA/dpa)