Wien - Österreichs Klein- und Mittelbetriebe spüren die Krise, wenn auch sehr unterschiedlich. Das geht aus einer aktuellen IMAS-Umfrage im Auftrag der Notariatskammer hervor, die am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde. Demnach sehen sich Unternehmer im Westen Österreichs zwar von der Krise eher betroffen, als ihre Kollegen im Osten. Gleichzeitig blicken die Westösterreicher optimistischer auf 2010 als der Österreich-Durchschnitt, so die Studie.

Im Schnitt glauben 45 Prozent der rund 400 befragten Unternehmer, dass ihr jeweiliger Betrieb von der Krise 2009 "eher nicht bis gar nicht" betroffen ist. 2010 sehen 42 Prozent für sich keine Folgen des Konjunktureinbruchs. Bei den größeren KMU (mit mehr als 5 Mio. Euro Umsatz) erwarten für 2009 nur ein Drittel der Firmenchefs keine Auswirkungen und für nächstes Jahr 39 Prozent.

Hälfte setzt Maßnahmen

Knapp die Hälfte der KMU habt auch schon etwas gegen die Krise unternommen oder plant Maßnahmen. Immerhin 51 Prozent haben aber noch nichts getan, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Bei kleinen Unternehmen ist der Prozentsatz derer, die schon aktiv sind, mit 43 Prozent geringer, bei den größeren mit fast vier Fünftel deutlich höher. Unterschiede gibt es auch zwischen den Bundesländern: demnach hat die Hälfte der oberösterreichischen Unternehmen bereits reagiert, während es im Westen nur drei von zehn sind.

Laut Notariatskammer lässt jeder dritte Unternehmer in Reaktion auf die Krise bereits seine Verträge prüfen oder plant einen solchen Schritt. Die Notare seien jedenfalls für die notwendige professionelle Rechtsberatung gerüstet, betonte der Unternehmens- und Gesellschaftsrechtsexperte der Notariatskammer, Michael Umfahrer. Bei rund zehn Prozent der Unternehmen habe die wirtschaftliche Situation auch schon dazu geführt, dass sie sich mit rechtlichen Vorsorgemaßnahmen auseinandersetzen. (APA)