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In den Kosten sei unter anderem die Stationierung von 21.000 weiteren US- Soldaten in Afghanistan berücksichtigt, womit die Gesamtzahl der amerikanischen Soldaten auf 68.000 steige.

Foto: REUTERS/Hassan

Washington - Für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan stehen der US-Regierung zusätzliche Milliarden zur Verfügung. Der Bewilligungsausschuss des Repräsentantenhauses in Washington segnete per Akklamation am Donnerstag einen entsprechenden Nachtragshaushalt von 96,7 Milliarden Dollar (72,4 Milliarden Euro) ab. Der Löwenanteil des Pakets in Höhe von 47,7 Milliarden Dollar ist für die Kriege im Irak und in Afghanistan vorgesehen, weitere 23 Milliarden Dollar für den Materialnachschub.

Dabei plant das Pentagon plant erstmals mehr Gelder für den Krieg in Afghanistan als für den Einsatz im Irak ein. Im Etat für das Jahr 2010 seien 65 Milliarden Dollar für Afghanistan vorgesehen und 61 Milliarden Dollar für den Irak, berichtete die "Washington Post" am Freitag. Im Etatjahr 2009 seien es noch 87 Milliarden Dollar für den Irak und 47 Milliarden Dollar für Afghanistan gewesen. In den Kosten sei unter anderem die Stationierung von 21.000 weiteren US- Soldaten in Afghanistan berücksichtigt, womit die Gesamtzahl der amerikanischen Soldaten auf 68.000 steige. Im Irak ziehen die USA ihre Truppen dagegen ab.

Guantanamo nein, Pakistan ja

Die von der US-Regierung geforderten weiteren 80 Millionen Dollar für die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba sind in dem Nachtragsposten jedoch nicht enthalten. Stattdessen forderte der Ausschuss Präsident Barack Obama auf, einen genauen Plan für die bis Mitte Jänner kommenden Jahres geplante Schließung vorzulegen. Die dafür gesetzte Frist endet am 1. Oktober.

In dem Nachtragshaushalt enthalten sind 400 Millionen Dollar Finanzhilfen für die pakistanischen Sicherheitskräfte, die derzeit gegen die wiedererstarkten Taliban im Nordwesten des Landes kämpfen. Weitere 600 Millionen Dollar sind als Hilfen für die Wirtschaft und für das Bildungswesen in Pakistan deklariert.

980 Millionen Dollar sollen in die Entwicklung der afghanischen Wirtschaft und Landwirtschaft fließen. Weitere Milliarden sind unter anderem für die Bekämpfung der Schweinegrippe sowie Wirtschafts- und Sicherheitshilfen für mehrere afrikanische Länder vorgesehen, darunter Kenia und Somalia. (APA/dpa/AFP)