London -  Die größtenteils verstaatlichte britische Bank Royal Bank of Scotland (RBS) hat zum Jahresauftakt erneut einen Verlust erlitten. In den ersten drei Monaten 2009 sei insgesamt ein Minus von 857 Mio. Pfund (969 Mio. Euro) angefallen, teilte das Unternehmen am Freitag in London mit. Dabei belasteten einmal mehr Abschreibungen auf Wertpapiere - dieses Mal waren es knapp 5 Mrd. Pfund. Ohne diese wäre der Gewinn um 42 Prozent auf 4,1 Mrd. Pfund gestiegen. Die Erträge legten um rund ein Viertel auf 9,7 Mrd. Pfund zu.

RBS-Chef Stephen Hester warnte vor weiterhin schlechten Zeiten. Dieses und das kommende Jahr würden "sehr hart" für den Konzern. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte RBS noch einen Gewinn von 479 Mio. Pfund erwirtschaftet.

Im gesamten vergangenen Jahr hatte RBS allerdings wegen der Finanzkrise einen Rekordverlust in der britischen Firmengeschichte von rund 24 Mrd. Pfund gemacht. Mittlerweile ist der Staat mit rund 70 Prozent an der Bank beteiligt. Die Bank baut derzeit mehr als 10.000 Stellen ab. (APA/dpa)