London - Unbekannte haben auf das Haus eines hochrangigen nordirischen Politikers einen Brandanschlag verübt. Der Abgeordnete und Wirtschaftsexperte der katholischen Sinn-Fein-Partei, Mitchell McLaughlin, machte extremistische Republikaner für die Tat verantwortlich. "Das war versuchter Mord", sagte McLaughlin.

Bei dem Anschlag mit zwei Benzinbomben in der Stadt Londonderry war in der Nacht auf Montag nur Sachschaden an der Außenwand des Gebäudes entstanden. Erst Ende April hatte der nordirische Vize-Ministerpräsident Martin McGuinness eine Morddrohung von extremistischen Republikanern bekommen.

Die Extremisten in der ehemaligen britischen Krisenprovinz sind gegen die Beteiligung der katholischen Sinn-Fein-Partei an der Regionalregierung mit den einst verfeindeten Protestanten. Sie wollen eine Vereinigung mit der Republik Irland mit Gewalt durchsetzen und hatten erst im März zwei Soldaten und einen Polizisten in Nordirland ermordet. Splittergruppen der ehemaligen Untergrundorganisation IRA hatten sich zu den Morden bekannt, den ersten seit dem Friedensabkommen vor elf Jahren. (APA/dpa)