Wien - Das an der Wiener Börse notierte internationale Casinounternehmen Century Casinos mit Firmensitz in den USA hat seine Verluste im ersten Quartal 2009 deutlich ausgeweitet. Der Konzernverlust aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erhöhte sich auf 1,47 Mio. Dollar (1,08 Mio. Euro) nach einem Verlust von 568.000 Dollar im ersten Quartal 2008. Die Nettoerlöse gingen auf 12,0 (13,53) Mio. Dollar zurück.

Einschließlich der verkauften Geschäftsbereiche Südafrika (Vertrag unterzeichnet) und Tschechien (am 11. Februar verkauft) wurde ein Nettogewinn von 345.000 (541.000) Euro erwirtschaftet. Im ersten Quartal 2009 wies Century Casinos einen Gewinn von 877.000 Dollar für die Veräußerung des Century Casino Millennium in Tschechien aus, teilte das Unternehmen am Montag adhoc mit.

Grund für die rückläufigen Nettoerlöse sind ein Rückgang an den Standorten in Colorado und wechselkursbedingt auch in Kanada, wo der durchschnittliche Wechselkurs zwischen US-Dollar und kanadische Dollar gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 24 Prozent abfiel. In lokaler Währung stiegen die Nettoerlöse in Edmonton um 7 Prozent. Die Gesellschaft verfügt über kumulierte latente Steuerguthaben in Höhe von 4,2 Mio. US-Dollar, welche gegen Steuern auf mögliches zukünftiges US-Einkommen verrechnet werden können.

Mit dem Verkauf der südafrikanischen Century Casinos Africa (CCA) werden voraussichtlich Nettoerlöse von rund 357,3 Mio. Rand (31,3 Mio. Euro) erzielt, die bei Inkrafttreten des Vertrages, voraussichtlich gegen Ende der ersten Jahreshälfte 2009, zahlbar sind, so die Gesellschaft. CCA ist Eigentümerin des Caledon Hotel, Spa & Casino und besitzt 60 Prozent des Century Casino & Hotel in Newcastle, Südafrika. Am 24. April 2009 genehmigte die Wettbewerbsbehörde von Südafrika die Transaktion. Das Inkrafttreten des Vertrages unterliegt noch den Genehmigungen durch das Western Cape Gambling and Racing Board und das KwaZulu-Natal Gambling Board. (APA)