Jena - Der deutsche Technologiekonzern Jenoptik ist wegen einer weiterhin schwachen Nachfrage aus der Automobil- und Halbleiterindustrie zu Jahresbeginn 2009 in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust habe 2,7 Mio. Euro betragen, teilte die im TecDAX notierte Gesellschaft am Mittwoch in Jena mit. Im Vorjahr hatte Jenoptik noch einen Gewinn in Höhe von 3,2 Mio. Euro ausgewiesen. "Wir müssen uns zahlreichen Herausforderungen in Verbindung mit der Wirtschaftskrise stellen", sagte Jenoptik-Chef Michael Mertin. Dazu zählten unter anderem erschwerte Absatzbedingungen sowie ein starker Wettbewerb. Zum Jahresende erwartet das Unternehmen dennoch einen operativen Gewinn. Dazu beitragen sollte die Sparte Verteidigung & Zivile Systeme.

Jenoptik warnte jedoch davor, dass wegen der Wirtschaftskrise zusätzliche Einmaleffekte nicht ausgeschlossen werden könnten. Dennoch legten die Aktien des Unternehmens im frühen Handel um 1,90 Prozent auf 3,75 Euro zu.

Im ersten Quartal brach der operative Gewinn (EBIT) um 95,7 Prozent auf 0,4 Mio. Euro ein. Der Umsatz nahm um 8,9 Prozent auf 117,7 Mio. Euro zu. Während Jenoptik bei den Ergebniszahlen die Schätzungen der Analysten verfehlte, übertraf es leicht die Umsatzprognose. Für das Gesamtjahr 2009 geht das Unternehmen weiterhin von einem Umsatz- und Ergebnisrückgang aus.

Absatzflaute

Von der Absatzflaute waren in den ersten drei Monaten wie bereits im Schlussquartal 2008 die beiden Sparten Laser & Optische Systeme und Messtechnik betroffen. Bei Laser & Optischen Systemen brachen Erlöse und Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um jeweils ein Drittel ein. Operativ rutschte die Sparte in die roten Zahlen. Auch bei der Messtechnik gingen die Auftragseingänge um mehr als ein Drittel zurück. Bei einem leichten Umsatzrückgang fiel der operative Verlust deutlich stärker aus als noch im ersten Quartal 2008.

Einziger Lichtblick war das Geschäft mit Verteidigung und Zivilen Systemen. Dort kletterten Umsatz und Auftragseingänge im zweistelligen Bereich. Das Betriebsergebnis verdoppelte sich nahezu mit 4,9 Mio. Euro. Insgesamt gingen bei Jenoptik mit 109,9 Mio. Euro gut ein Fünftel weniger Aufträge ein als im Vorjahr. Das Jenaer Technologieunternehmen beschäftigte Ende März 3.399 Mitarbeiter. (APA/dpa-AFX)