Das Rekordbußgeld der EU von 1,06 Milliarden Euro gegen Intel wird in die EU-Kasse wandern und die Beiträge der Mitgliedstaaten mindern. "Das ist Steuerzahlergeld", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in Brüssel. "Kein Euro wird in Brüssel bleiben." Zur Rekordhöhe des Bußgelds meinte sie: "Das ist kein Kaffeegeld."

"Wir werden den Betrag nicht sofort zahlen."

Intel-Chefjurist Bruce Sewell sagte in Brüssel, der Konzern werde zunächst eine Bankgarantie leisten. "Wir werden den Betrag nicht sofort zahlen." Eine unmittelbare Auswirkung auf die Barreserven des Unternehmens gebe es nicht.

Das EU-Budget soll im kommenden Jahr laut einem Vorschlag der EU-Kommission gut 122 Milliarden Euro umfassen.

"Huhn, das goldene Eier legt"

Kroes war vor einigen Jahren mit dem Vorschlag gescheitert, einen Teil der von ihrer Behörde verhängten Bußgelder für mehr Personal in eigenen Haus einzusetzen. Sie sprach damals von einem "Huhn, das goldene Eier legt". Die Bußgelder der Kommission betragen pro Jahr mehrere Milliarden Euro. (APA)