Wien - Ein Brand in einem leerstehenden Firmengebäude in Wien-Penzing hat in der Nacht auf Donnerstag für einen Großeinsatz bei Polizei und Feuerwehr mit rund 55 Mann gesorgt. Das Feuer in der 140 Quadratmeter großen Halle nahe der Westbahn drohte auf eine danebenliegende Tankstelle überzugreifen, so die Exekutive. Rund zwei Stunden kämpften sieben Feuerwehr-Einheiten gegen die Flammen, das Gebäude wurde beinahe gänzlich zerstört. Verletzt wurde niemand. Die umliegenden Straßen wurden knapp drei Stunden für den Verkehr gesperrt.

Entdeckt wurde das Feuer gegen 21.00 Uhr von einer Polizeistreife. Die Flammen schlugen nach außen, beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Holzblechdach bereits in Vollbrand. Die Brandursache steht noch nicht fest, ersten Vermutungen zufolge könnten Obdachlose unsachgemäß mit Feuer hantiert haben, hieß es bei der Exekutive. Es sei möglich, dass sie in der als Wohnstätte genützten Halle bei einem Lagerfeuer versuchten zu kochen oder zu heizen.

Durch Wasserschranken wurde ein Übergreifen der Flammen auf die Tankstelle verhindert. Das Firmengebäude brannte großteils nieder, Teile des Dachs stürzten ein. Während des Einsatzes wurden die Linzer Straße zwischen der Einwanggasse und der Rottstraße bis 23.45 Uhr für den Verkehr gesperrt, auch über die Ameisbrücke, die Ameisgasse und die Goldschlagstraße gab es ein Fahrverbot. Straßenbahn-Garnituren mussten ebenfalls ausweichen. (APA)