Wien - Die Wiener Kriminalisten bekommen bei der Suche nach der vermissten Brigitte S. aus Wien-Meidling Unterstützung von Suchehundestaffeln aus den Bundesländern. Nächste Woche sollen mehr als ein Dutzend Hunde von Montag bis Mittwoch in einer großangelegten Aktion in Wien und dem angrenzenden Niederösterreich nach der abgängigen 46-Jährigen suchen, hieß es vonseiten der Polizei am Donnerstag. Die Frau soll Anfang April von ihrem Mann getötet worden sein soll, bevor dieser Selbstmord beging.

Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung und Ermittlungen im privaten Umfeld der Vermissten sollen die Ermittlungen intensiviert werden. Ein Teil der Aufklärungsarbeit konzentriere sich auf die Theorie, dass der Ehemann die 46-Jährige getötet habe, bevor er sich selbst das Leben nahm. Die Kripo ermittelt aber weiterhin im Familien- und Freundeskreis der Abgängigen. "Auch Kontobewegungen werden angeschaut", sagte Polizei-Sprecherin Iris Seper.

Mehr als zwei Wochen lang wurde in einem Teich der Liesing bei Neusteinhof nach der Leiche gesucht, nachdem Spürhunde bereits angeschlagen hatten. Bis dato konnte aber nichts gefunden werden. Nun wolle man den Suchkreis auf den Wienerberg, Liesing und das angrenzende Niederösterreich ausdehnen.

Die Frau war am 6. April von ihrem Ehemann abgängig gemeldet worden. Angehörige äußerten den Verdacht, dass ihr der Partner etwas angetan haben könnte. Der 42-Jährige wurde für 8. April zur Vernehmung geladen, erschien aber nicht. Der Hausmeister wurde am Dachboden des Wohnhauses erschossen aufgefunden. (APA)