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Da fliegt Dir doch das Blech weg!

Foto: APA/Bruno

Paris - Vor dem Krisentreffen der Formel 1 am Freitag in London hat Rechte-Mitinhaber Bernie Ecclestone den Weg zu einem Kompromiss aufgezeigt. Im Streit um das für 2010 geplante Etatlimit hänge "alles davon ab, was man in die begrenzten Ausgaben einbezieht", sagte Ecclestone der Pariser Zeitung "Le Figaro" (Donnerstag-Ausgabe).

Nach den derzeitigen Plänen, die mehrere Rennställe zu Ausstiegsdrohungen bewogen hatten, fallen Fahrer-Gehälter, Marketingkosten und Bußgelder nicht unter das Limit. Ecclestone zufolge könnten weitere Ausnahmen die Teams zu einem Einlenken bewegen. "Vielleicht reicht es, andere Posten aus dieser Begrenzung herauszunehmen?", sagte der Brite.

Der Internationale Automobilverband (FIA) hatte im April eine freiwillige Budgetgrenze von 40 Millionen Pfund (44,5 Mio. Euro) für die kommende Saison beschlossen. Rennställe, die mit dieser Summe auskommen, sollen mit technischen Freiheiten belohnt werden.

Ferrari und Renault sowie Red Bull, Toro Rosso und Toyota wollen unter diesen Bedingungen nicht für die neue Formel-1-Saison nennen. Auch BMW sprach sich gegen ein Zwei-Klassen-Reglement aus. "Was diese Idee der Formel 1 der zwei Geschwindigkeiten angeht - das gab es immer", meinte hingegen Ecclestone. "Es gab immer diejenigen mit vielen Mitteln und jene, die kaum welche hatten. Es gab immer glückliche Sieger und enttäuschte Verlierer."

Renault hat Ecclestone zufolge schon 2008 den Ausstieg für den Fall angekündigt, dass die Formel 1 die Kosten nicht senke. "Wir werden das schaffen", sagte der 78-Jährige. "Unser Sport bleibt ein für alle sehr zufriedenstellendes Produkt. Niemand hat ein Interesse daran, dass er erschüttert wird." (APA/dpa)