Berlin - Vorstandschef Hans-Jörg Vetter verabschiedet sich mit einem Gewinnplus im ersten Quartal von der deutschen Landesbank Berlin (LBB). Inmitten der Finanzkrise legte der Überschuss bis Ende März auf 90 Mio. Euro zu, wie das zur Sparkassengruppe gehörende Institut am Donnerstag in Berlin mitteilte. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums von 37 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

Der operative Gewinn vor Steuern verbesserte sich auf 102 (Vorjahr: 43) Mio. Euro. Eine Prognose für das Gesamtjahr sei wegen der anhaltend schwierigen Situation für Banken und Wirtschaft noch nicht möglich. Er sei aber zuversichtlich, das "ein ordentliches Ergebnis" erzielbar sei, sagte Vetter. Der 56-Jährige wechselt am 10. Juni auf den Chefposten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Zeitweise Entspannung an Kapitalmärkten

Bei der Landesbank Berlin sei das Kundengeschäft im ersten Quartal erneut ordentlich verlaufen, sagte Vetter. "Außerdem konnten wir von einer zeitweisen Entspannung an den Kapitalmärkten profitieren." Bei Finanzinstrumenten im Bestand, die zum Zeitwert bilanziert werden, wurde nun ein Plus von 87 Mio. Euro ausgewiesen. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Minus von 101 Mio. Euro in den Büchern gestanden. Der Zinsüberschuss lag nach den ersten drei Monaten mit 255 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 276 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss sank auf 62 (Vorjahr: 83) Mio. Euro.

Vetter nannte es unrealistisch, das positive Ergebnis des ersten Quartals auf das Gesamtjahr hochzurechnen. "Wir bleiben vorsichtig." (APA)