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Scheinwerfer an - "Visibility"-Aktion macht Wissenschafterinnen sichtbarer

Foto: APA/EPA/DAVID RAE MORRIS

Wien - Seit vergangenem Jahr bemüht sich das Wissenschaftsministerium um mehr Sichtbarkeit für Frauen in der Forschung. Neben der Veranstaltung eines Filmfestivals und einem Drehbuchwettbewerb zum Thema "Wissenschafterinnen im Film" werden Medientrainings für Wissenschafterinnen angeboten. DER STANDARD und derStandard.at haben die Aktion mit dem Schwerpunkt "Wissen macht Worte" begleitet.

Mittlerweile haben mehr als 100 Forscherinnen ein solches Training absolviert. Das Wissenschaftsministerium hat nun eine DVD vorgelegt, in dem Trainings-Teilnehmerinnen in kurzen Statements über ihre Forschungsarbeit berichten.

Gesicht und Stimme

"Durch die DVD bekommen viele Frauen ein Gesicht, eine Stimme", erklärte Sektionschefin Elisabeth Freismuth vom Wissenschaftsministerium am Donnerstag bei der Präsentation der DVD. Die Statements der Forscherinnen sind u.a. auf der derStandard.at-Schwerpunktseite "Wissen macht Worte" abrufbar. Wissenschaftsminister Johannes Hahn freute sich über den "großen Zuspruch zu den Medientrainings", der ein Auftrag sei, diese fortzusetzen.

Für die Molekularbiologin Rene Schroeder lernt man bei solchen Medientrainings, "über sich selbst nachzudenken. Denn wenn man kurz und prägnant etwas mitteilen möchte, muss man sich stark positionieren". Dabei nahm Schroeder auch auf die aktuelle Diskussion um den geplanten Ausstieg Österreichs Bezug und meinte, dass CERN "ein Problem mit der Kommunikation habe, denn ich wüsste nicht, warum das so wichtig sein soll, das haben sie nicht allen erklärt".

Für die Journalistin Anneliese Rohrer sind die Medientrainings "positive Diskriminierung". Gleichzeitig plädierte sie für flächendeckende derartige Trainings, denn nicht nur Wissenschafterinnen hätten diese notwendig. (APA/red)