Wien - Der Präsident der Ärztekammer Walter Dorner sieht keine Möglichkeit, dass in den Verhandlungen zwischen Ärzten und Krankenkassen ein konkretes Einsparungskonzept bis Ende Juni vorgelegt werden kann. "Dieses Totalpapier wird bis zum 30. Juni nicht fertig sein können. Das ist unmöglich, weil dazu viel zu viele Fragen offen sind", so Dorner im Ö1-Morgenjournal

Problem: Qualitätssicherung

Vor allem im Bereich der Qualitätssicherung für Ordinationen gebe es noch Probleme, weil die Sozialversicherung straffere Regelungen einführen will. "Es gibt Leute im Hauptverband, die den gesamten Bereich der Qualitätssicherung voll regeln wollen, nicht nur die Qualität, auch die Ordinationszeiten und die Dokumentation, aber niemand denkt daran, dass das auch finanziert gehört", sagt Dorner weiter.

Daneben gebe es im Bereich der Medikamentenverschreibung gute Fortschritte, wegen der vielen offenen Punkte fordert Dorner eine Verschiebung des von der Regierung vorgegebenen Termin Ende Juni. "Ich schätze, es wird über den Sommer erst September, Oktober wirklich alles geklärt sein", so Dorner zu den Verhandlungsfortschritten. So hätten alle Beteiligten genügend Zeit die Vorschläge zu prüfen, damit dann ab 2010 die Krankenkassen aus dem neuen Struktur-Fonds zusätzliche Mittel lukrieren kann. (red)