Wien - Der börsenotierte oberösterreichische Wasseraufbereiter Christ Water Technology hat im 1. Quartal 2009 mit einem Nettoverlust von 0,8 Mio. Euro leicht negativ bilanziert - nach einem Nettogewinn von 2,3 Mio. Euro im gleichen Quartal des Vorjahres. Der konsolidierte Konzernumsatz der Christ-Gruppe sank von 75,6 Mio. Euro auf 59,6 Mio. Euro (-21 Prozent), wie das Unternehmen heute, Freitag, ad hoc mitteilte.

Das Konzern-EBIT hat sich nach den Ergebniseinbrüchen im 2. Halbjahr 2008 erholt und lag für die fortgeführten Geschäftsbereiche bei 1,1 Mio. Euro (Q1 2008: 4,2 Mio. Euro). Das EBIT inklusive der zur Veräußerung stehenden Division Food & Beverage belief sich auf 0,6 Mio. Euro.

Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführtem und aufgegebenen Geschäftsbereichen betrug -0,04 Euro (Q1 2008: 0,12 Euro) und das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen beläuft sich auf 0,01 Euro (0,13 Euro). Zuletzt notierte die Aktie bei 2,25 Euro.

Der Auftragseingang der Christ-Gruppe konnte in den ersten drei Monaten 2009 um 45 Prozent auf 89,6 Mio. Euro (Q1 2008: 61,8 Mio. Euro) gesteigert werden, insbesondere durch einen Großauftrag im Wert von rund 60 Mio. Euro der Konzernfirma Aqua Engineering in Südafrika. Der Auftragsstand liegt mit 168,5 Mio. Euro um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert von 186,7 Mio. Euro, jedoch über dem Jahresendwert von 138,6 Mio. Euro. Weitere knapp vor Auftragserteilung befindliche Projekte unterstützen diesen Trend, heißt es in der Mitteilung.

Angespanntes Umfeld

"Das ersten Quartal 2009 war durch das angespannte wirtschaftliche Umfeld in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt", kommentiert CEO Malek Salamor das erste Quartal 2009. "Dies wirkt sich in der Christ-Gruppe als international tätiger Anlagenbauer und Technologielieferant durch das Verschieben von Projektentscheidungen bzw. das On-Hold-Setzen von Projektrealisierungen negativ aus. Die realisierten Einsparungs- und Reorganisationsmaßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur sowie der Profitabilität liefern hingegen erste positive Beiträge."

Der operative Cashflow schloss im ersten Quartal 2009 mit -9,4 Mio. Euro (Q1 2008: -10,5 Mio. Euro). Die Nettoverschuldung per 31. März 2009 betrug 63,5 Mio. Euro (31.12. 2008: 54,7 Mio. Euro). Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) sank durch das negative Konzernergebnis sowie durch Währungseffekte im Vergleich zum 31.12. 2008 um 4 Prozent auf 35,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg durch die reduzierte Bilanzsumme von 15,9 auf 16,5 Prozent und das Gearing, der Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, erhöhte sich von 148 auf 179 Prozent.

Eine Prognose für das Gesamtjahr 2009 wollte der CWT-Vorstand wegen der anhaltenden Unsicherheiten im globalen Wirtschaftlichen Umfeld nicht abgeben. Für den Geschäftsbereich Food & Beverage rechnet der Vorstand mit dem Abschluss einer Transaktion noch vor Jahresende. (APA)