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Dass sich die Online-Video-Plattform Hulu in den USA großer Beliebtheit erfreut, steht nach allen bekannten Zahlen völlig außer Zweifel. Kein Wunder: Werden hier doch eine Reihe von aktuellen Serien zur kostenlosen Betrachtung bereit gestellt. Bei näherer Betrachtung wird die Situation allerdings schon etwas problematischer, variieren die von unterschiedlichen Marktforschern gelieferten Daten doch erheblich.

Zahlen

So gibt Nielsen derzeit einen Wert von knapp 9 Millionen monatlichen ZuseherInnen für Hulu aus, eine Zahl, die die BetreiberInnen der Seite zunehmend in Frage stellen, geht man doch davon aus, dass sie viel zu niedrig ist. Dabei stützt man sich auf einen anderen Marktforscher, und zwar ComScore: Das Unternehmen kommt auf eine erheblich größere Zahl, 42 Millionen ZuseherInnen sollen demnach im April Hulu benutzt haben.

Rückgang

Dass die Messung der Zahl von Online-ZuseherInnen derzeit noch in den Kinderschuhen steckt und aufgrund von fehlenden Standardisierungen breiten Interpretationsspielraum zulässt, zeigt sich aber nicht nur an den absoluten  Zahlen. Denn während Comscore ein unvermindertes Wachstum für Hulu ausweist, sieht Nielsen aktuell sogar einen Rückgang. Nach dem Höhepunkt im Februar - mit der Super-Bowl-Werbung - sei die Anzahl der BesucherInnen kontinuierlich zurück gegangen.

Auswirkungen

Eine Streit, der deswegen so erbittert geführt wird, weil die Zahlen eine recht reale Auswirkung haben: Immerhin werden darüber die Werbeeinnahmen berechnet, ob die Zahlen von Nielsen oder jene von ComScore stimmen, macht einen Unterschied von mehreren Millionen US-Dollar aus... (red)