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Die im Zuge der Datenaffäre entlassenen Vorstandsmitglieder der Deutschen Bahn müssen nun möglicherweise doch mit juristischen Konsequenzen rechnen.

Foto: AP/Bimmer

Hamburg/Berlin - Die in der Datenaffäre schwer belastete Deutsche Bahn hat auch für die Gewerkschaft Transnet Daten von Beschäftigten überprüft. Transnet ließ von dem Unternehmen abgleichen, ob die Gewerkschaftsmitglieder ihre Mitgliedsbeiträge in der satzungsgemäßen Höhe von ihrem Einkommen entrichtet haben, bestätigte die Gewerkschaft am Wochenende.

Die Bahn-Ermittler sehen in der Datenaffäre weiteren Aufklärungsbedarf. Am Wochenende wurde zudem bekannt, dass die im Zuge der Datenaffäre entlassenen Vorstandsmitglieder der Deutschen Bahn möglicherweise doch mit juristischen Konsequenzen und Schadenersatz-Forderungen rechnen müssen, berichtete die Welt am Sonntag.

Telekom: Lufthansa soll Daten bekommen haben

Auch in der Bespitzelungsaffäre der Deutschen Telekom kommen neue Details an die Öffentlichkeit. Wie der "Spiegel" berichtet, habe die Lufthansa im Jahr 2000 in einer Art "Kollegenhilfe" Verbindungsdaten erhalten. Die Lufthansa wies das auf Anfrage zurück. Konkret ging es um den Verdacht, dass ein Aufsichtsratsmitglied Interna aus Sitzungen an einen Journalisten der Financial Times Deutschland weitergegeben habe. "Niemals wurden irgendwelche Telefonverbindungen abgefragt", erklärte Lufthansa-Sprecher Jan Bärwalde. Zur Aufklärung der Quelle seien nur "in geringem Umfang Flugdaten überprüft worden". (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.5.2009)