Bielefeld  - Die vom Abstieg bedrohte Arminia Bielefeld hat sich nur eine Woche vor dem letzten Saisonspiel von Trainer Michael Frontzeck getrennt. Als Konsequenz aus der deprimierenden 0:6-Niederlage bei Borussia Dortmund beendete der Tabellen-16. die Zusammenarbeit mit dem bis 2010 vertraglich gebundenen Coach. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat getroffen worden, hieß es am Sonntagmorgen in einer schriftlichen Erklärung der Geschäftsführung des Clubs.

"Wir wollten mit dieser Maßnahme die Mannschaft noch in die Pflicht nehmen. Die Entscheidung ist gefallen, weil wir zu wenig Punkte haben", sagte Detlev Dammeier, der sportliche Geschäftsführer des Clubs. Frontzeck hatte die Arminia im Jänner 2008 übernommen und mit ihr in der vorigen Saison den Klassenerhalt geschafft. Hinsichtlich der Nachfolgeregelung sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, hieß es weiter. Frontzecks Platz im entscheidenden letzten Saisonspiel gegen Hannover 96 könnte Dammeier einnehmen. Die Entscheidung soll bis Dienstag fallen.

Frontzeck ist nach Jos Luhukay (Borussia Mönchengladbach), Armin Veh (VfB Stuttgart), Fred Rutten (FC Schalke 04) und Jürgen Klinsmann (FC Bayern München) der fünfte Trainer, der in dieser Bundesliga-Saison vorzeitig seinen Sessel räumen musste.

Mit dem späten Trainerwechsel will die Bielefelder Vereinsführung die zuletzt neunmal sieglose Mannschaft zu neuem Leben erwecken. Nur ein Sieg über Hannover kann die Arminia sicher vor einem Absturz auf die direkten Abstiegsplätze bewahren. Bleibt die Arminia auf dem 16. Rang, könnte sie über die Relegation die Klasse halten. Die Chancen auf eine Rettung am letzten Spieltag sind gering. Der Tabellen-15. aus Mönchengladbach weist drei Punkte mehr und das bessere Torverhältnis auf. (APA/dpa)