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Nikolai Dawydenko bleibt Dani Köllerer erspart, der Russe sagte am Montag ab.

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"Ja, es gibt eine Liaison. Wir sind zusammen. Und der Rest ist Privatsache und wir haben uns verdient, dass das so gehandhabt wird", lüftete Melzer am Dienstag gegenüber Ö3 das Geheimnis seiner Beziehung zu Schwimm-Ass Mirna Jukic.

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Kitzbühel  - Daniel Köllerer hat am Montag bei der 63. Auflage der Austrian Tennis-Open in Kitzbühel wie schon in den vergangenen zwei Jahren den Einzug in die zweite Runde geschafft. Der Tennis-Crack aus Oberösterreich besiegte den Brasilianer Thomaz Bellucci nach 1:49 Stunden in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4. Jürgen Melzer, seit neuestem mit Mirna Jukic liiert, bezwang am Dienstag Vormittag Frederico Gil (POR) locker mit 6:3 und 6:0. Stefan Koubek hat sich schließlich als dritter Österreicher für das Achtelfinale qualifiziert. Der 32-jährige Kärntner rang den Deutschen Philipp Petzschner nach 1:32 Stunden mit 7:6(8),6:4 nieder und trifft nun auf den als Nummer 7 gesetzten Russen Michail Juschnij.

"Ich habe alles andere als gut gespielt, die Bedingungen waren durch den sich immer wieder drehenden Wind aber auch sehr schwierig", bekannte Köllerer nach dem Matchball. "Hätte ich so in Rom gespielt, wäre ich sehr schnell ausgeschieden." Köllerer siegte beim Challenger in der italienischen Hauptstadt und schaffte damit Platz 81 im ATP-Ranking, die beste Platzierung in seiner Karriere.

Im ersten Satz gelang dem Oberösterreicher sofort das Break zum 2:0, doch Bellucci konterte mit dem sofortigen Rebreak. Mit dem zweiten Break zum 6:4 sicherte sich Köllerer den ersten Satz. Im zweiten Satz gelang Köllerer erst ein spätes Break zum 5:3, und wiederum konterte der Brasilianer mit einem Rebreak. Köllerer behielt die Nerven, schaffte das neuerliche Break und verwandelte den zweiten Matchball zum Sieg.

Nach dem Tod seiner krebskranken Mutter vor dreieinhalb Wochen könne er sich derzeit auch sehr schwer auf Tennis konzentrieren. "Ich habe am Ende des Matches immer an meine Mutter gedacht, die in Kitzbühel immer dabei war. Jetzt schaue ich rüber in die Box, und der Papa sitzt ganz allein", schilderte Köllerer seinen Gemütszustand und verdrückte die Tränen.

Dabei war der Tod der Mutter nicht der einzige Rückschlag für den 25-Jährigen in den vergangen Wochen. Kurz vor dem Ableben der Mutter lag Köllerer mit 40 Grad Fieber im Bett, am Tag des Begräbnisses erlitt Köllerer seinen dritten Bandscheibenvorfall und konnte fünf Tage nur mit Krücken gehen.

Warum es dem ehemaligen Enfant terrible des österreichischen Tennis derzeit trotz privater Rückschläge gut läuft, erklärt Köllerer mit seinem neuen Betreuer-Duo Hannes Pühringer und Axel Mitter (Mentalcoach). "Früher habe ich mit dem Mentalcoch nur gearbeitet, weil ich es musste. Jetzt freue ich mich immer schon darauf, ich telefoniere täglich mit ihm", erzählte Köllerer. In der zweiten Runde trifft der Österreicher auf den Argentinier Diego Junqueira.

Für Melzer verlief der Auftakt der Partie nicht nach Plan, der noch 27-Jährige kassierte gleich ein Break. "Aber ich habe gewusst, wenn ich in meinen Rhythmus komme, dann werde ich auch gewinnen", sagte Melzer, für den sein Dienstag-Gegner ein unbeschriebenes Blatt war. 1:3 lag Melzer im ersten Satz zurück, erspielte dann elf Games in Folge zum klaren Sieg und strahlte danach: "Einen Satz mit 6:0 auf der ATP-Tour zu gewinnen ist schon etwas Besonderes. Wenn es einem dann noch vor heimischen Publikum gelingt ist das noch schöner."

Dabei ging Melzer etwas verunsichert in die Partie. Eine halbe Stunde vor dem Spiel bekam er einen stechenden Schmerz im Bauchmuskel, der ihm auch bei längeren Ballwechseln in der Partie gegen Gil behindert hatte. "Es war eine Schrecksekunde, ich hoffe, dass dies so schnell weggeht, wie es gekommen ist", sagte Melzer.

Melzers Planung für die kommenden Tage läuft zweigleisig: Am Donnerstag spielt er mit seinem Partner Julian Knowle noch das Doppel in Kitzbühel gegen Eric Butorac/Philipp Petzschner (USA/GER), dann will er sich in Paris auf die French Open vorbereiten. "Wenn ich am Freitag oder Samstag in Kitzbühel noch im Bewerb bin, ist es auch gut", sagte der Vorjahresfinalist. (APA)