Wien- Zufrieden mit dem Verbleib Österreichs im CERN-Programm sind jedenfalls die heimischen Teilchenphysiker. "Wir sind erleichtert, dass die CERN Beteiligung Österreichs nun gesichert ist. Die zahlreichen öffentlichen Reaktionen und die beeindruckende Teilnahme an unserer Petition waren überwältigend", hieß es Mittwochabend in einer schriftlichen Stellungnahme. Man hätte rund 32.000 Unterschriften gesammelt, verlautete von Seiten "sos.teilchen.at".

"Wir sind uns allerdings auch bewusst, dass die finanziellen Probleme, die zu dem überraschenden Schritt des Wissenschaftsministeriums geführt haben, weiterhin vorhanden sind. Die Nachricht vom Verbleiben am CERN hat nicht nur Erleichterung ausgelöst, sondern bei manchen Wissenschaftern auch Besorgnis um andere Beteiligungen an internationalen Forschungskooperationen", hieß es in der Stellungnahme weiter.

Die Autoren des Statements: "Für ein Land wie Österreich, das selbst keine Großforschungsanlagen beherbergt, ist der Zugang zu internationalen Einrichtungen mit Spitzenforschung von eminenter Bedeutung. Dass 70 Prozent des Budgetpostens für internationale Kooperationen des Forschungsministeriums auf den CERN entfallen, belegt unserer Meinung nach, dass dieser Posten viel zu gering dotiert ist. Wir meinen, dass es nicht nur im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen sondern auch im öffentlichen Interesse ist, die Forschungsausgaben für internationale Kooperationen gezielt zu erhöhen." (APA)